|
|
|
 |
|
Das
Johanniskraut, Hypericum perforatum
Das Johanniskraut, auch oft Tüpfelkraut
genannt, blüht zur Zeit der Sommersonnenwende, also ab dem 20. Juni.
Dies liegt natürlich immer auch am Wetter: ein verregneter Sommer tut
ihm nicht so gut, es braucht die Sonne um herrlich zu blühen! Welch
eine Pracht, wenn es bis zu 80 cm hoch in seinem hellgelben bis leicht
orangenen Blütenkleid leuchtet. Es sind Trugdolden, also keine echten
Dolden, da die Blütenstände gefächert sind. Die Pflanze ist mehrjährig
und kommt jedes Jahr wieder. Sie ist ursprünglich in Europa zu Hause,
hat sich aber auf Grund ihrer Bekanntheit als ausgezeichnetes
Heilkraut seit dem Mittelalter weltweit verbreitet und ist inzwischen
in den meisten Regionen der Erde wild wachsend anzutreffen. Das
Tüpfelkraut wächst gerne an sonnigen Waldrändern, Waldwegen, Feldern,
Hügeln, Berghalden, Wiesenrainen und Ufern und bevorzugt gut
durchlässigen, kalkhaltigen Boden. Es vermehrt sich durch Ausläufer
oder Teilung des Wurzelstocks im Herbst ebenso wie durch Samen. Nicht
nur die Blütenblätter, auch die kleinen Laubblätter sind mit Öldrüsen
ausgestattet, die, wenn man sie gegen das Licht hält, leicht als
kleine Punkte erkennt. Daher kommt die Benennung "perforatum":
durchlöchert. |
Der Name beruht auf einer Begebenheit, die
dem heiligen Johannes das Leben rettete. Als er gefangen genommen werden
sollte, so wird berichtet, steckten die Denunzianten als Zeichen
Johanniskrautsträuße an die Fenster des Hauses, in dem der heilige Apostel
sich aufhielt. Doch da geschah das Wunder: die Blümlein erblühten
plötzlich an allen Hausfenstern des Ortes, an denen die Verfolger vorbei
kamen und führte sie in die Irre, wodurch der heilige Mann gerettet wurde.
Bereits im Mittelalter galt die Pflanze als "magische Wunderpflanze" zur
Abwendung von Unheil, dunklen Mächten und Zauber, ja selbst von Blitz und
Gewitter und gar des Teufels.
Schon Paracelsus pries das Kraut als "Universalmedizin für den ganzen
Menschen, seine Tugend beschämt alle Rezepte und Ärzte".
 |
Das Johanniskraut ist eines der
erstaunlichsten Naturmittel der Welt. Neue Studien zeigen: Dieses
Allround-Talent bekämpft nicht nur Depressionen so gut oder noch
besser wie jedes Präparat - es entwickelt sich auch zur Geheimwaffe
gegen Herzprobleme und Schlafstörungen! |
 |
Der Kraftstoff fürs Herz! Studien
zeigen: Depressive Patienten, die mit Johanniskraut behandelt wurden,
waren später nicht nur beschwerdefrei - sie hatten sogar bessere
EKG-Werte und Herzschlagraten als zu Therapiebeginn.... |
 |
Glücksförderer durch mehr
Serotonin-Ausschüttung! Produziert das Gehirn zu wenig vom
Glückshormon Serotonin, kommt es zu depressiven Symptomen - das Gehirn
zeigt eine deutlich verminderte Aktivität. Das Johanniskraut fördert
die Serotonin-Ausschüttung.... |
 |
Johanniskraut fördert den Schlaf! Eine
neuere Studie zeigt: Von über 3000 Probanden mit Schlaflosigkeit
konnte nach vierwöchigem Johanniskrautgenuss jeder Zweite wieder
durchschlafen. Der Grund: Hypericin aktiviert die Bildung des
Schlafhormons Melatonin - und das wirkt beruhigend auf die
Schlafzentren im Gehirn.... |
 |
Der Motor fürs Gehirn! Johanniskraut
bringt den gestörten Nervenstoffwechsel wieder in Balance und
verstärkt Stimmungsaufhellende Signale - schlechte Laune verfliegt....
Das Johanniskraut bringt Sonnenstrahlen in depressive Gemüter! |
 |
Johanniskraut kann dazu beitragen
Tinnitus zu blocken! Selbst für Patienten mit Ohrgeräuschen ist das
Kraut geeignet. Es sorgt als psychoaktive Pflanze dafür, daß
Tinnitus-Kranke die Geräusche als weniger störend wahrnehmen und
mildert dadurch den Leidensdruck....
|
| |
 |
|
 |
|
Geerntet werden die ganzen
Pflanzen, Stiele, Blätter und Blüten in voller Blütenpracht bei
Sonnenschein, während des zunehmenden Mondes und noch besser kurz vor oder
bei Vollmond (Mondphase, nicht Tageszeit), da sie dann den höchsten
Energiestand haben. |
|
 |
Im Zauber des Mittsommers, dem Sinnbild heiliger Licht- und Wärmekräfte
der Mittsommersonne, erstrahlt es am Johannistag in seiner herrlichsten
und farbenfrohsten Blütenpracht. Die Kinder flochten Kränze daraus und wer
um das Johannisfeuer tanzte, mußte einen Kranz von Tüpfelkraut, die Johanniskrone tragen.
 |
|
|
 |
|
am 2. Juni |
|
|
am 2. Juli |
| |
 |
Die Verwendung:
|
|
|
Die Hauptwirkung ist eine sedierende, beruhigende, nervenstärkende Wirkung
bei allen nervösen und emotionalen Beschwerden. Gut gegen Depressionen,
Angstzuständen, Anspannungen, Schlafstörungen, Vitalitätsverlust, Schwermut und Verstimmungen, auch Streß.
Besonders hilfreich ist das Tüpfelkraut auch bei Beschwerden im
Zusammenhang mit der Menopause, da es die Symptome der hormonellen
Veränderung lindert und neue Vitalität verleiht.
Ebenso ist das Johanniskraut ein wertvolles Tonikum, also stärkend, für
die Leber und die Galle.
 |
 |
 |
|
am 27. Juni |
|
am 2. Juli |
|
|
am 29. Juni |
|
Anwendung findet es als
Creme,
Aufgußöl, Tinktur,
Tee
und natürlich auch
im Kombucha-Kräutertee-Ansatz,
die Inhaltstoffe
werden
im Kombucha-Ansatz vergoren, nochmals aufgeschlüsselt und dienen
Ihnen somit
doppelt so gut!
Die Aufschlüsselung durch Fermentation, Vergärung wurde schon von Paracelsus
praktiziert um die Wirkstoffe der Kräuter besser nutzen zu können, z. B.
im Sauerkraut.
Äußerliche Anwendung als mit dem Aufguß getränkten Umschlägen oder
als Badezusatz, auch frischer Preßsaft auf offenen Wunden. Das rote Öl (Kaltextrakt: frisches, geschnittenes
Kraut ca. sechs Wochen in einem Einmachglas luftdicht verschlossen in
Olivenöl einlegen und in die Sonne stellen, dann abfiltern, Kraut
auspressen, Vorgang ggf. ein zweites Mal mit frischem Kraut wiederholen,
in dunkle Flaschen abfüllen) ist ein hervorragendes Antiseptikum, wird
äußerlich bei Verbrennungen und Wunden aufgetragen, wie auch bei Krämpfen
und Nervenschmerzen, innerlich bei Magenschleimhautentzündungen angewendet.
Das Johanniskraut blüht nicht nur
schön und gelb leuchtend im Garten. Die Pflanze ist auch der Lieferant von
Tee, der trübe Gedanken vertreibt! Im Herbst, im Winter oder im Alter,
wenn einem der Himmel auf den Kopf zu fallen droht, da hellt er die
Stimmung auf, bringt Licht ins Gemüt und Sonne in die Seele!
|
Inhaltsstoffe |
 |
Wirkungen |
|
Caryophyllen |
Antiseptikum, Antiviral |
|
Flavonoide,
Flavone |
Wundheilung |
|
Hypericin |
Anti-Depressivum, Schlaffördernd |
|
Pseudohypericin |
Herz-, Leber- Gallentonikum |
|
Hyperforin |
Reinigt die Nieren |
|
Farbstoffe |
Wundheilung, Verbrennungen |
|
Gerbstoffe |
Glücksfördernd |
|
etwas ätherisches Öl |
Magen- Darmstörungen |
Bei innerer wie äußerer Anwendung ist die antivirale und antiseptische,
also entzündungshemmende
Wirkung
gleichermaßen festgestellt worden.
Achtung: In
wenigen Fällen wurde bei regelmäßigen Einnahmen von hohen Dosen
Johanniskraut eine Photosensibilisierung der Haut beobachtet, d. h. durch
den Wirkstoff Hypericin kann es sein, daß die Haut gegen Licht
überempfindlich wird und es bei sonst leicht verträglichen Lichtmengen zu
Hautentzündungen kommt.
Wenn Sie zum Johanniskraut-Sammeln (ab Mittsommersonnenwende bis
September, je nach Witterung) rausgehen, so nehmen Sie am Besten eine
Sichel oder starke Schere (z. B. Rosenschere) mit, denn die Stängel des
Krautes sind recht zäh (es wird auch Hartheu
genannt), so geht es einfacher...
In sehr nassen Jahren neigt das Johanniskraut dazu, Mehltau zu haben, zu
kümmern und braune Blätter zu entwickeln. Selbstverständlich nimmt man
solche Pflanzen nicht! Schauen Sie dann bevorzugt an einem besonders
sonnigen Plätzchen, dort ist die Chance am größten, gesunde Pflanzen zu
finden, da das Johanniskraut die Sonne liebt und braucht!
Dosieren Sie das Johanniskraut etwas vorsichtiger als andere Kräuter, da
es etwas erhöhte Anteile an ätherischen Ölen hat, ggf. arbeiten Sie mit
einem Ableger.
|
 |
Die Verarbeitung:
|
|
|
 |
Die Ernte ist zu Hause
am 9. Juli. |
|
| |
|
|
Das Johanniskraut wird geschnitten.
|
 |
|
Ist es Ihnen zu hart oder bei größeren Mengen verwenden Sie besser
eine Rosenschere.
|
| |
|
|
|
Johanniskraut -
Hypericum perforatum:
Heilkraft der Natur! |
Geschnittenes Hartheu, fertig zum Trocknen. |
 |
| |
|
|
| |
 |
Trockenes Johanniskraut, fertig zum Abfüllen.
|
| |
|
|
Andere Namen: Tüpfelkraut, Johannisblut, Hartheu, Herrgottswundkraut,
Liebfrauenbettstroh, Christi Wunderkraut, Gottesgnadenkraut,
Herrgottsblut, Hartenau, Fleuchteufel, Männerblut, Liebeskraut,
Konradskraut, Stundkraut, Lievwehblom, Kreuzkrottch, Jödüfel, Jageteufel.
Die Vielzahl der Namen zeigt uns die schon lange Bekanntheit des Krautes.
Mein Tipp:
Nehmen Sie einen guten Kombucha-Teepilz für ein gutes
Kombucha-Getränk!
Mit dem Kombucha können Sie die Kräuter noch
besser nutzen!
Möchten Sie zu meinen
Kräuterrezepten, dann klicken Sie
hier.
Buchempfehlungen
jetzt bestellen
|
|
|